Übernachtungen im Bayerischen Staatsbad legen weiter zu

Freizeit, Buntes | Bayer. Staatsbad Bad Reichenhall/Bayer. Gmain GmbH
Übernachtungen im Bayerischen Staatsbad legen weiter zu

BAD REICHENHALL. Der Tourismus im Bayerischen Staatsbad Bad Reichenhall mit Bayerisch Gmain entwickelt sich weiterhin erfreulich. Im ersten Halbjahr 2026 wurden 459.944 Übernachtungen gezählt. Das sind 4.770 Übernachtungen mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres – ein Plus von 1,05 Prozent. Nach dem Rekordjahr 2025 mit erstmals mehr als einer Million Übernachtungen sieht Staatsbad-Geschäftsführer Dirk Sasse gute Chancen, dieses hohe Niveau auch im laufenden Jahr zu erreichen.

Die Zahl der Gästeankünfte ging im gleichen Zeitraum zwar um 3.139 Ankünfte beziehungsweise 3,10 Prozent zurück. Ausschlaggebend für die touristische Wertschöpfung seien jedoch die Übernachtungen. „Für unsere Gastgeber, die Gastronomie, den Einzelhandel und zahlreiche touristische Dienstleister ist jede zusätzliche Übernachtung ein wirtschaftlicher Gewinn. Gleichzeitig stärken steigende Übernachtungszahlen auch die Kurtax-Einnahmen, die vollständig in den Erhalt und die Weiterentwicklung unserer hochwertigen touristischen Infrastruktur fließen“, betont Staatsbad-Geschäftsführer Dirk Sasse.


Längere Aufenthalte gleichen Rückgang bei Ankünften aus

Der Anstieg der Übernachtungen ist insbesondere auf eine längere durchschnittliche Aufenthaltsdauer zurückzuführen. Einen wesentlichen Beitrag leisten dabei die Kliniken des Staatsbades. Dort erhöhte sich die durchschnittliche Verweildauer von 19,07 auf 22,41 Tage. Mit 155.809 Übernachtungen entfällt rund ein Drittel aller Übernachtungen auf diesen Bereich. „Unsere Kliniken sind ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und ein unverzichtbarer Bestandteil des Gesundheitstourismus. Sie sichern eine hohe Wertschöpfung für die Region und stärken Bad Reichenhall und Bayerisch Gmain als Gesundheitsstandort nachhaltig“, so Sasse.

Positive Entwicklung in beiden Kommunen

Sowohl Bad Reichenhall als auch Bayerisch Gmain profitieren von der positiven Entwicklung. In Bad Reichenhall gingen die Gästeankünfte um 3,4 Prozent zurück. Gleichzeitig stiegen die Übernachtungen um rund ein Prozent beziehungsweise 2.413 Übernachtungen. Besonders deutlich nahm auch hier die Aufenthaltsdauer in den Kliniken zu – von 18,14 auf 22,06 Tage. Auch Bayerisch Gmain verzeichnete trotz eines leichten Rückgangs der Gästeankünfte um 1,34 Prozent ein deutliches Plus bei den Übernachtungen von 2,10 Prozent.


Bettenauslastung verbessert sich spürbar

Erfreulich entwickelte sich auch die durchschnittliche Bettenauslastung im gesamten Staatsbad. Sie stieg von 47 auf knapp 50 Prozent und zeigt, dass die vorhandenen Kapazitäten insgesamt noch besser genutzt werden konnten. Mit 50,4 Prozent erzielten die Hotels die höchste Auslastung. Besonders dynamisch entwickelten sich die Privatvermieter. Ihre Bettenauslastung erhöhte sich von 22,4 auf 39,1 Prozent, während die Übernachtungen von 3.605 auf 5.704 zunahmen.


Deutschland bleibt wichtigster Herkunftsmarkt

Die Gäste des Staatsbades kommen weiterhin überwiegend aus Deutschland. 91,88 Prozent aller Übernachtungsgäste stammen aus dem Inland, 8,12 Prozent aus dem Ausland. Innerhalb Deutschlands ist Bayern mit 48,27 Prozent der wichtigste Quellmarkt. Bei den internationalen Gästen liegt Österreich weiterhin deutlich an der Spitze. Dabei stammen die meisten Besucher nicht aus dem benachbarten Salzburg, sondern aus Ober- und Niederösterreich.


Alpentourismus bietet große Zukunftschancen

Mit Blick auf die kommenden Jahre sieht Staatsbad-Geschäftsführer Dirk Sasse gute Perspektiven für den Tourismus im Alpenraum. Der Klimawandel werde das Reiseverhalten zunehmend beeinflussen. „Steigende Temperaturen in vielen klassischen Urlaubsdestinationen am Mittelmeer werden dazu führen, dass alpine Regionen wie Bad Reichenhall und Bayerisch Gmain weiter an Attraktivität gewinnen. Diese Entwicklung eröffnet uns große Chancen – gleichzeitig müssen wir unsere Destination konsequent an die Folgen des Klimawandels anpassen.“

Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen nach Angaben von Sasse der Erhalt und Ausbau der Stadtbegrünung, die Sicherung der zahlreichen Brunnen als Beitrag zur Kühlung und Aufenthaltsqualität, zusätzliche mobile Schattenspender wie Sonnensegel und Pavillons, kostenfreie Trinkwasserstationen, klimatisierte Rückzugsorte sowie ein nachhaltiges Wassermanagement. Ein Beispiel hierfür sind die groß dimensionierten Zisternen im Königlichen Kurgarten, die zur Bewässerung der historischen Parkanlage beitragen.

„Unser Ziel ist es, Bad Reichenhall und Bayerisch Gmain langfristig als nachhaltige, klimaresiliente und zugleich besonders lebenswerte Gesundheits- und Urlaubsdestination weiterzuentwickeln. Damit schaffen wir beste Voraussetzungen für Gäste, Einheimische und die touristischen Betriebe gleichermaßen“, so der Staatsbad-Geschäftsführer.

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23. Juli 2026 | ID: 18252 | Artikel löschen |

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