Großbritannien: Eine Nation mit mythischen Wurzeln – Die Legende von Bretannos und der Name Britannien

Kunst, Kultur | Holger Fischer
Großbritannien: Eine Nation mit mythischen Wurzeln – Die Legende von Bretannos und der Name Britannien

Großbritannien und Britannien

Großbritannien, heute ein moderner europäischer Staat mit einer reichen Geschichte und einer dynamischen Identität, trägt einen Namen, der tief in der Antike verwurzelt ist: Britannien. Dieser Name, der bis ins 18. Jahrhundert gebräuchlich war, leitet sich vom lateinischen Britannia ab und bezeichnete ursprünglich die römische Provinz, die England, Wales und Teile Schottlands umfasste. Doch die Wurzeln des Namens reichen noch weiter zurück – bis in die griechische Mythologie. Laut antiken Quellen, wie sie auf der Plattform mythologie-antike.com dokumentiert sind, ist Bretannos >> der eponyme Held von Britannien. Ein Eponym ist eine mythische oder historische Person, die den Namen eines Landes, Volkes oder einer Kultur begründet. In diesem Fall ist Bretannos der mythische Eponym von Britannien.

Bretannos

Nach der Überlieferung ist Bretannos der Vater der Keltine (auch Kelto). Keltine wurde durch den griechischen Helden Herakles die Mutter des Keltos >>, dem Stammvater der Kelten. Diese Erzählung verbindet den Namen Britannien mit der Herkunft der keltischen Völker und unterstreicht die symbolische Bedeutung des Namens als Ausdruck einer gemeinsamen kulturellen Identität. Obwohl diese Geschichte nicht historisch belegt ist und eher als mythologische Erklärung gilt, hat sie bis heute eine kraftvolle symbolische Kraft – sie verleiht dem Begriff „Britannien“ eine mystische Dimension, die sich in der späteren Personifikation der Britannia widerspiegelt.

Göttin Britannia

Die römische Göttin Britannia, die als weibliche Allegorie der Insel verehrt wurde, verkörperte den Geist des Landes – kriegerisch, weise und unbesiegt. In der Neuzeit wurde diese Gestalt wiederbelebt, um die britische Seemacht und Identität zu symbolisieren, etwa auf Münzen, Statuen und nationalen Emblemen. Heute, unter dem Namen Großbritannien, ist die nationale Identität zwar institutionell und politisch verändert – mit der Vereinigung von England, Schottland, Wales und Nordirland –, doch die Kraft des Namens „Britannien“ bleibt erhalten. Er steht für eine Geschichte von Widerstand, Kultur und Unabhängigkeit, die bis in die mythischen Zeiten reicht.

Fazit

Die Legende von Bretannos mag fiktiv sein, doch sie ist ein mächtiges Symbol: Sie erinnert daran, dass Nationen nicht nur aus Politik und Geschichte, sondern auch aus Geschichten, Mythen und kollektiver Erinnerung entstehen. Großbritannien – ehemals Britannien – ist nicht nur ein Staat, sondern auch ein lebendiges Erbe, das von den Göttern der Antike bis in die moderne Welt reicht.

Quellen (Bretannos als Eponym von Britannien)

Parthenios von Nicaea, Erotika pathemata 30

Etymologicum magnum 212,30
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05. Februar 2026 | ID: 15829 | Artikel löschen |

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